2021-23 Research project, presentation
heavy-duty shelves, tent, various materials.
Künstlerhaus Stuttgart

The research project began with the idea of pessimism as a feeling suspended between immobility and upheaval. This ambivalence between passive and active states is reflected in the many meanings of the German word „ziehen“ (to pull). Pulling inherently describes a (force) transmission between two points toward the exerted force. As one of the German verbs with the most prefixes, ziehen generates a wide range of nuanced meanings.
The research is structured into six chapters:
1.) Ziehen (pulling)
2.) Durchziehen – continuity (≈ through)
3.) Über etwas her-/runterziehen – pessimism (≈ over/ down)
4.) Anziehen – lamps (≈ on)
5.) Vor-/zurück-/entziehen – heavy-duty shelving (≈ front/back/with)
6.) Aus-/abziehen – van life (≈ out/ off)
Through a partly autobiographical investigation into Pietism, predestination, the experience of contingency, cultural pessimism, and esotericism, a number of partially ephemeral works have emerged. Among them: watercolors painted on Wi-Fi repeaters and Styrofoam packaging, lamps made from ceramic and papier-mâché, a collection of jackets, shoes, and backpacks, as well as heavy-duty shelving units on wheels.
At the center of the project stands a tent built to the dimensions of a van’s loading area – furnished with a sleeping space, workspace, cooking area, and stacks of borrowed books from the library. In this site of knowledge accumulation, the books form a kind of negative sculpture.
Ziehen (Kontinuitäten (&Pessimismus))
2021-23 Rechercheprojekt, Präsentation
Schwerlastregale, Zeltkonstruktion, verschiedene Materialien und alte Arbeiten.
Das Forschungsprojekt ging von der Vorstellung aus, dass Pessimismus ein Gefühl ist, das zwischen Stillstand und Umbruch schwebt.
Das Projekt hatte als Start die Zweischneidigkeit des Pessimismus zwischen Still- und Aufstand. Diese Ambivalenz zwischen passiven und aktiven Zuständen spiegelt sich in den vielfältigen Bedeutungen des deutschen Verbs „ziehen“ wider. Das Ziehen beschreibt von Natur aus eine (Kraft-)Übertragung zwischen zwei Punkten in Richtung der ausgeübten Kraft. Als eines der deutschen Verben mit den meisten Präfixen erzeugt „ziehen“ eine breite Palette nuancierter Bedeutungen.
Die Untersuchung gliedert sich in sechs Kapitel:
1.) Ziehen
2.) Durchziehen – Kontinuität
3.) Über etwas her-/runterziehen – Pessimismus
4.) Anziehen – Lampen
5.) Vor-/zurück-/entziehen – Schwerlastregale
6.) Aus-/abziehen – Van-Life
Durch eine teilweise autobiografische Auseinandersetzung mit Pietismus, Prädestination, der Erfahrung von Kontingenz, kulturellem Pessimismus und Esoterik sind eine Reihe von teilweise ephemeren Arbeiten entstanden. Darunter: Aquarelle auf WLAN-Repeatern und Styroporverpackungen, Lampen aus Keramik und Pappmaché, eine Sammlung von Jacken, Schuhen und Rucksäcken sowie Schwerlastregale auf Rädern mit Material aus Recherche und meiner privaten Vergangenheit.
Im Zentrum des Projekts steht ein Zelt, in den Maßen der Ladefläche eines Transporters. Im innern ausgestattet mit einem Schlafbereich, einem Arbeitsbereich, einer Kochstelle und Stapeln von Büchern, die aus der Bibliothek ausgeliehen wurden. An diesem Ort der Wissensansammlung bildeten die über einen langen Zeitraum geliehenen Bücher eine Negativskulptur.














